Klassenlehrerin: Dipl.-Päd. Iris Burker

Die Schule ist für uns nicht nur ein Unterrichtsort, sondern auch ein Lebens- und Erfahrungsraum und ein Ort, wo man anderen freundschaftlich begegnet und miteinander Spaß hat. Ein besonderer Schwerpunkt in der 3b ist das „Soziale Lernen“. Zu Schulbeginn wurden gemeinsam wichtige Klassenregeln erarbeitet, die für ein konfliktfreies Miteinander notwendig sind- es soll schließlich jedem in der Klasse gut gehen. Diese wurden auf einem Plakat verschriftlich und wie ein Vertrag von jedem Kind mit den Worten: „Ich werde mich bemühen!“ unterschrieben. Anschließend wurde gemeinsam eine Liste mit Klassendiensten erstellt. Jedes Kind übernimmt im Lauf der Zeit immer wieder einen Dienst für alle, was das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt steigert.

Da nachgewiesen ist, dass Struktur und Rituale den Kindern Sicherheit geben, habe ich in Absprache mit den Kindern wichtige Rituale (Gong, Morgenkreis, WC-Uhr, HÜ abgeben, …) eingeführt und achte darauf, dass auch die vereinbarten Regeln eingehalten werden.

Konflikte werden immer sofort aufgegriffen und besprochen. Die Kinder sollen lernen, ihre Bedürfnisse den anderen friedlich in Form von Ich-Botschaften mitzuteilen und sich rücksichtsvoll zu verhalten. „Ein STOP ist ein STOP“ ist eine der wichtigsten Regeln für ein konfliktfreies Miteinander. Bei Streitigkeiten wird stets auf die Notwendigkeit des Einanderzuhörens, des Entschuldigens und der Wiedergutmachung hingewiesen. Durch unterschiedlichste lustbetonte Spiele, bei denen es darum geht, Aufgaben als Team zu lösen, lernen die Kinder ganz nebenbei, wie wichtig Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft sind.

Darüber hinaus ist es mir besonders wichtig, jedes Kind individuell und umfassend zu fördern und die unterschiedlichsten Talente eines jeden in den Fokus zu stellen. Jeder ist besonders, einzigartig und wertvoll und niemand soll über- oder unterfordert werden. Jedes Kind soll sich selbst mit seinen Stärken und Schwächen wahrnehmen und schätzen lernen. Ich versuche, die Voraussetzungen jedes Kindes zu berücksichtigen und jedem Kind Zeit zum Wachsen und Reifen zu geben und die Lerninhalte sowie auch die Hausaufgaben (individuelle Hausaufgaben) den Möglichkeiten der Kinder anzupassen.

Im bildnerischen Bereich ist mir die Förderung der Kreativität besonders wichtig. Die Kinder sollen mit Farben experimentieren dürfen und eigene Ideen aufs Papier bringen.

Wir gehen jede zweite Woche in die Bibliothek, wo jedes Mal aus einem anderen Buch vorgelesen wird und die Kinder Zeit zum Schmökern haben. Mir ist besonders wichtig, das Leseinteresse jedes einzelnen Kindes zu wecken und Spaß am Lesen zu vermitteln.

Gemäß dem Lehrplan werden in den einzelnen Gegenständen folgende Schwerpunkte behandelt:

Deutsch:

1. Mündlicher Sprachgebrauch: Die Ausdrucksfähigkeit des Kindes soll gefördert werden, um ihm zu ermöglichen, sich verständlich, partner- und sachbezogen auszudrücken. Vor allem bei Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache geht es darum, gut verständlich und grammatikalisch richtig zu sprechen. Dies wird im Morgenkreis bei unterschiedlichsten Sprechanlässen, vor allem auch bei durch Reihensprechübungen intensivst geübt. Die Gesprächsregeln sowie die Gesprächstechniken werden erweitert. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Schulung des Zuhörens, Aufeinander-Hörens und Verstehens.

2. Lesen: Beim weiterführenden Lesen geht es vor allem um die Steigerung der Lesefertigkeit, des Leseverständnisses und um den Erhalt der Freude am Lesen. Die Kinder erschließen verschiedenartige Texte (Sachtexte, Rätsel, Reime, Gedichte, Märchen, Klassenlektüre) und lernen so, Texte zur Informationsgewinnung, Unterhaltung, zur Lebenshilfe und zur persönlichen Bereicherung zu nutzen. Die Sinnentnahme wird häufig in spielerischer Form (Eckenspiel, Sesselspiel, Quiz…) überprüft, was die Motivation sinnerfassend zu lesen unglaublich erhöht. Jedes Kind wird auch eine Buchvorstellung machen.

3. Schriftlicher Sprachgebrauch: Ziel ist, dass die Schüler/innen eine flüssige und gut lesbare Handschrift entwickeln und sich an eine ordentliche Heftführung gewöhnen.

Im Bereich „Texte verfassen“ soll die Schreibfreude der Kinder geweckt bzw. erhalten bleiben. Die SchületInnen werden schrittweise zur Formulierung eigener Texte herangeführt. Sie sollen durch unterschiedlichste Schreibanlässe (Bildgeschichten, Einkaufszettel, Einladungen, Briefe, Anleitungen…) motiviert werden, ihre Gedanken situationsgerecht, planvoll und gedanklich geordnet aufzuschreiben. Sie werden auch motiviert, ihre Texte den anderen Kindern vorzulesen.

Im Bereich „Rechtschreiben“ geht es darum, einen Grundwortschatz an häufig gebrachten Wörtern rechtschriftlich zu sichern. Jede Woche werden Lernwörter erarbeitet und täglich auf unterschiedlichste Art (Faltblatt, Laufdiktat, Dosendiktat, Stempeln, Lernwortcomputer, Wörterbucharbeit, Schmuckblatt lustbetont geübt) oft auch in Form eines Stationenbetriebes geübt. Jeden Freitag findet ein Lernwortfrühstück statt, wobei einzelne Kinder der Klasse die Lernwörter ansagen und dann auch die Hefte kontrollieren. Diese Diktate sind somit lustbetont und angstfrei, bewirken aber eine Steigerung der Wahrnehmungs-, Konzentrations- und Merkfähigkeit sowie die Erkenntnis, dass es wichtig ist, über die richtige Schreibweise von Wörtern nachzudenken. Es werden Rechtschreibregeln erarbeitet und in einem eigenen Heft festgehalten. Auch mit dem Wörterbuch wird regelmäßig gearbeitet.

Im Bereich „Sprachbetrachtung“ geht es darum, einfache grammatikalische Strukturen (Satzbau, Wortarten, Wortbildung- und Wortbedeutung) zu erfassen. Die Regeln werden in einem Grammatikheft aufgeschrieben.

Mathematik:

Der Zahlenraum 1000 wird mit verschiedensten Anschauungsarten (Tausenderfeld, Tausendertafel, Zahlenstrahl) aufgebaut, Zahlen auf unterschiedlichste Arten handelnd dargestellt (Legematerial, Geld, Montessorimaterial, zeichnerische Darstellung) um zu gewährleisten, dass jedes Kind Stellenwert (Hunderter/Zehner/ Einer ) auch versteht.

In weiterer Folge werden die Rechenoperationen + und – auch mit Zehnerüber-und Zehnerunterschreitung handelnd erarbeitet und sowie das Einmaleins und Einsineins wiederholt und automatisiert. In späterer Folge werden die schriftlichen Rechenverfahrenim additiven und multiplikativen Bereich erarbeitet. Die Kinder sollen auch lernen, Sachaufgaben aus dem kindlichen Erlebensbereich in einfachster Ausdrucksweise zu lösen. Darüber werden die Maßeinheiten mm, km, g, und t erarbeitet und Maßbeziehungen hergestellt. Wichtig ist, Modellvorstellungen zu den einzelnen Maßeinheiten zu schaffen. Weitere Themenbereiche sind das Erfassen und Beschreiben geometrischer Figuren und Lagebeziehungen, das Entwickeln des Umfangbegriffes sowie das

Hantieren mit Zeichengeräten (Messen und zeichnen von Längen, rechten Winkeln , Paralle

Hantieren mit Zeichengeräten (Messen und zeichnen von Längen, rechten Winkeln , Parallelen sowie Rechteck, Quadrat und Dreieck.)

Sachunterricht:

Im Sachunterricht werden Themen aus dem Interessenbereich der Kinder aufgegriffen und jeweils über mehrere Wochen projektorientiert bearbeitet. Im Erfahrungs- und Lernbereich Natur werden das Schulbiotop sowie der menschliche Körper schwerpunktmäßig behandelt. Weitere Themenbereiche sind Ritter und Burgen, die Stadt Krems, Computer und Internet sowie Experimente im Bereich Technik und Physik. Jedes Kind wird auch ein Referat zu einem selbstgewählten Thema halten dürfen.

Des Weiteren werden wir an einem Projekt zur Stärkung des Gesundheitsbewusstseins mit Hilfe von Coding und Robotik teilnehmen. Ziel des Projekts ist die Entwicklung von digitalen Unterrichtsmaterialien gemeinsam mit Lehrpersonen und SchülerInnen unserer Schule nach dem Citizen-Science-Ansat